100 Millionen USD im Facebook-Zuschussprogramm

Facebook-Zuschussprogramm

Veröffentlicht am 04.05.2020

Die COVID-19-Pandemie trifft Kleinunternehmen in wirtschaftlicher Hinsicht besonders hart. Viele Unternehmen, unter anderem in der Gastronomie, sehen sich finanziellen Engpässen gegenüber. Verschiedene Staaten haben bereits Hilfsprogramme in Form von Sofortkrediten ins Leben gerufen. Nun können Restaurant- oder Cafébetreiber auf Hilfe von unerwarteter Seite hoffen: Facebook hat ein weltweites Zuschussprogramm gestartet. Ich will Ihnen zeigen, inwiefern Ihr Gastronomiebetrieb von den Fördermitteln profitieren kann.

Facebook als Retter in der Not

Mit dem Facebook-Zuschussprogramm will das Social-Media-Unternehmen Kleinunternehmen unter die Arme greifen, die besonders von der Pandemie und den damit verbundenen Geschäftseinschränkungen betroffen sind. Dafür stellt Facebook ein Gesamtbudget von 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Teilnehmen können bis zu 30.000 Unternehmen aus rund 35 von Facebook ausgewählten Ländern. Die Geldmittel werden in Form von finanziellen Direkthilfen oder aber als Werbegutschriften ausgeschüttet. Mithilfe der Werbegutschriften können Bars, Restaurants oder Cafés Anzeigen auf Facebook und Instagram schalten, die auf ihr Geschäft aufmerksam machen und das Interesse potenzieller Kunden wecken.

Wozu verwenden Gastronomen Facebooks Fördermittel?

Wie profitieren nun Gastronomie-Betriebe von Facebooks Zuschussprogramm? Zur Erklärung sollten wir die direkte finanzielle Unterstützung und die Hilfe in Form von Werbegutschriften unterscheiden. Erstere bietet Gastronomen offensichtliche Vorteile: Zunächst können laufende Betriebskosten wie Strom- oder Gasrechnungen trotz fehlender Einnahmen gedeckt werden. Wer seine Gaststätte oder sein Café nicht in einer Eigentumsimmobilie betreibt, kann mithilfe der Fördermittel seine Miete begleichen. Mitarbeitern kann weiterhin ihr Grundgehalt ausgezahlt werden. Vielen (Teilzeit-)Angestellten reicht dieser Grundstock jedoch kaum zum Leben: Sie verlassen sich auf Zusatzeinnahmen wie Trinkgeld und andere Boni. Konnten Sie als Restaurantbetreiber Rücklagen für derartige Ausnahmesituationen aufbauen, können Sie das Facebook-Zuschussprogramm nutzen, um derartige Sonderfälle zu berücksichtigen.

Doch auch die Hilfe in Form von Werbegutschriften kann für Gastronomie-Betriebe von großem Wert sein. Die Gutschriften können gegen Anzeigen auf Facebook und Instagram eingelöst werden. Diese wiederum können für Restaurants oder Bars das Zünglein an der Waage sein, wenn es darum geht, die Corona-Krise in finanzieller Hinsicht zu überstehen. Denn wer seine Kundschaft nicht auf sich aufmerksam macht, gerät in Vergessenheit. Wie viele in der Gastronomiebranche haben auch Sie sicherlich auf Verkaufsmodelle wie Take-Away oder Lieferdienst umgestellt. Das ist löblich, jedoch wertlos, wenn niemand davon erfährt! Nutzen Sie also die Werbegutschriften des Facebook-Zuschussprogramms für Kleinunternehmen, um über Ihre umgestellten Services zu informieren.

Wer kann sich um den Facebook-Zuschuss bewerben?

Die Teilnahmebedingungen für das Facebook-Zuschussprogramm sind vergleichsweise gering. Das betreffende Unternehmen muss zwischen zwei und 50 Mitarbeitende aufweisen und seit über einem Jahr existieren. Außerdem sollte der Betreiber COVID-19-bedingte wirtschaftliche Schwierigkeiten nachweisen können. Die letzte Voraussetzung ist es, in einem von knapp 35 Ländern ansässig zu sein, in denen Facebook agiert. Dazu zählen Deutschland und die Schweiz, Österreich ist momentan noch nicht in der Liste zu finden.

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„Order Now“: Neues Instagram-Tools für mehr Bestellungen

Wie bereits erwähnt, ist die Präsenz in den sozialen Medien für Gastronomen quasi Pflicht und zudem von großem Vorteil. Die Facebook-Tochter Instagram hat ihre eigene Wichtigkeit in Zeiten von Corona erkannt und steht lokalen Gaststätten mit einem neuen Story-Tool bei: Der „Order Now“-Button macht Essensbestellungen direkt über die Instagram-Storys möglich. Potenziellen Kunden bleibt damit die telefonische Bestellung oder Nutzung einer Liefer-App erspart, bei der sie sich im schlimmsten Fall womöglich für ein anderes Lokal entscheiden. Voraussetzungen sind ein Instagram-Profil im Business-Modus, die Auswahl der „Restaurant“-Kategorie und eine bestehende Zusammenarbeit mit einem Lieferservice wie UberEats. Wer die „Order Now“-Funktion in seinen Storys nutzt, kann bei seinen Followern (oder Rezipienten einer bezahlten Anzeige) die Lust auf eine Bestellung anregen und diesen Wunsch gleichzeitig befriedigen.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Informationen dem ein oder anderen eine neue Möglichkeit der Förderung aufzeigen. Die Bewerbung ist sicherlich einen Versuch wert – denn ganz ehrlich: was gibt es zu verlieren? Wir werden natürlich auch weiterhin all unsere Kunden mit neuesten Informationen versorgen und tatkräftig zur Seite stehen.

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