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Das Online-Marketing ist fester Bestandteil in heutigen Marketingstrategien und bietet sowohl bessere als auch komplexere Möglichkeiten zur Übermittlung von Botschaften als herkömmliche Medien wie Fernsehen, Funk oder Print Medien. Social Network Marketing und Social Media Marketing sind dabei spezielle Optionen, um zielgerichteten Kundenkontakt über das Internet zu suchen. Genutzt werden soziale Netzwerke, welche überwiegend global aufgestellt sind und jeweils individuelle Kommunikationsmittel wie Texte, Bilder oder Videos nutzen. Im folgenden zeige ich Ihnen auf, welche Social Media Zielgruppen Sie wo finden.

Die Formen der Marketingmöglichkeiten beim Social Network Marketing oder dem Social Media Marketing sind dabei ausgesprochen vielseitig:

  • Auf der einen Seite existieren direkt buchbare Werbemöglichkeiten in Form von Werbeblöcken oder Werbevideos.
  • Auf der anderen Seite können Sie zur Stärkung der Markenwahrnehmung auf diesen Plattformen Unternehmensprofile erstellen und Beiträge oder informative Videos posten. So schaffen Sie informative Mehrwerte für die Nutzer.

Worin unterscheiden sich Social Network – und Social Media Marketing?

Die Unterscheidung von Social Network Marketing und Social Media Marketing besteht darin, dass Social Network Marketing neben den gängigen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter auch die visualisierten Netzwerke umfasst. Dazu zählen neben YouTube oder Vimeo als Videoplattformen auch Flickr als Fotocommunity. Social Media Marketing hingegen umfasst ausschließlich die reinen sozialen Netzwerke, welche überwiegend der Vernetzung von (Privat-)Personen oder Firmen dienen. Damit ist das Social Media Marketing ein Teil des Social Network Marketing.

Relevanz des Social Network Marketing für Unternehmen

Social Media im UnternehmenBild von TeroVesalainen auf Pixabay

Der Vorteil des Marketings in sozialen Netzwerken liegt neben der teils großen Reichweite der Netzwerke in den mitunter kostengünstigen Möglichkeiten zur Selbstdarstellung des Unternehmens. Grundsätzlich gilt hier, dass abseits gebuchter Werbeblöcke die Werbemittel, sofern sie erst einmal veröffentlich wurden, dauerhaften Bestand haben. Ein Posting – sei es nun ein Bild, ein Text oder ein Video – sollte im Weiteren dazu einladen, von den Nutzern diskutiert zu werden. Dabei sollte der veröffentlichte Inhalt natürlich nicht zur kontroversen Diskussion einladen, sondern Zustimmung erzeugen. Die Nutzer werden so unbewusst dazu angehalten ihn zu teilen oder Freunde zu verlinken, womit sich die Verbreitung dieses Inhalts nun verselbständigt und fast nur noch auf die Moderation zu achten ist. Im Idealfall geht ein solches Posting dann viral, wie es in der Umgangssprache dabei so schön heißt, was selbstverständlich Gold wert ist.

Neben der Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke oder der Umsätze eines Online-Shops ist der Aspekt der Kundennähe nicht zu vernachlässigen. Nirgendwo sonst sind Unternehmen derart nah an ihren Kunden, wie in den sozialen Netzwerken. Der Kontakt kann hier direkt gesucht und Feedback aufgenommen werden, weshalb das Social Network Marketing umso wertvoller ist und einmalige Kommunikationsmöglichkeiten bietet. Grundsätzlich sind die Online-Plattformen im Bereich der Nutzerbasis allerdings stark divergent, weshalb vor dem Social Network Marketing zunächst die Zielgruppe erfasst, und anschließend die konkreten Netzwerke ausgewählt werden müssen.

Social Media Zielgruppen

B2B über XING und LinkedIn

Die Businessplattformen XING und LinkedIn sind zum Knüpfen von Geschäftskontakten ideal und sorgen für eine bessere Vernetzung von Unternehmen, Freiberuflern und Arbeitnehmern. XING konzentriert sich dabei aktuell auf den deutschsprachigen Raum, während LinkedIn das Netzwerken wesentlich internationaler angeht und in zahlreichen Ländern vertreten ist. Neben Firmen sind hier überwiegend Personen ab 30 Jahren anzutreffen, wobei mit zunehmendem Alter das Interesse für diese Plattformen steigt. LinkedIn und XING können zwar zur Akquirierung neuer Mitarbeiter dienen; insbesondere aber steht hier die Möglichkeit, mit (potenziellen) Geschäftskunden, Zulieferern, Lieferanten oder neuen Freelancern in Kontakt zu treten, im Vordergrund. Das bedeutet, dass das Hauptaugenmerk von XING und LinkedIn in erster Linie im B2B Bereich liegt und dieses bei der Planung einer Social Media Kampagne berücksichtigt werden muss.

Social Media Zielgruppen auf Facebook

Die prozentual größte der Social Media Zielgruppen in Deutschland – Facebook – setzt sich aus den 25- bis 34-jährigen zusammen und beträgt ungefähr elf Millionen. Circa acht Millionen Nutzer finden sich in der Dekade der 35- bis 44-jährigen. Statistiken gehen von einem Trend zu einem Nutzerkreis aus, der im Durchschnitt älter wird, da insbesondere jüngeres Publikum unter 25 Jahren andere soziale Netzwerke bevorzugt. Ob diese Kohorte aber nicht doch mit steigendem Alter auf Facebook zurückgreift oder tatsächlich ein Alterungseffekt in dem sozialen Netzwerk einsetzt, bleibt abzuwarten. Für den Moment ist die anzutreffende werberelevante Zielgruppe auf Facebook jedoch im Alter von 25 bis 34 Jahren und etwas darüber. Der durchschnittliche Facebook-Nutzer ist statistisch gesehen ca. 30 Jahre alt, besitzt einen Realschulabschluss und ein eher unterdurchschnittliches bis durchschnittliches Einkommen. Dadurch ist Facebook ein beliebtes Werbemedium, um Konsumenten Anfang 30 von den eigenen Produkten oder der eigenen Marke zu überzeugen.

Instagram als Bilderplattform für die jüngere Generation

Ein großer Teil der unter 25-jährigen Nutzer von sozialen Netzwerken ist auf Instagram, einer Facebook-Tochter, unterwegs. Insgesamt 19 Millionen Menschen nutzen die soziale Plattform aktuell in Deutschland, wovon ungefähr 45 % zwischen 14 und 24 Jahren alt sind. Instagram hat damit unter allen sozialen Kanälen die zweitjüngste Nutzerbasis und wird nur noch von Snapchat in Punkto Alter unterboten. Die hauptsächlich genutzten Medien sind hier Bilder und kurze Videos. Mit passenden Hashtags versehen stellen sie die Form der Kommunikation dar, welche bei einer Marketingkampagne zu nutzen ist. Darüber hinaus existiert die Möglichkeit, Storys zu posten und mit Produktlinks zu versehen. Instagram spricht damit eher den jüngeren Menschen in seiner Form als Konsumenten an. Da auf der Plattform jedoch Bilder als Medium genutzt werden, muss man hier im besonderen Maße auf die Qualität der ausgewählten Fotos achten: Qualität geht hier eindeutig vor Quantität.

Marketing via Kurznachrichten auf Twitter

Die Zahl der aktiven Nutzer des Zwitscher-Dienstes in Deutschland dürfte bei ca. 2 Millionen pro Woche liegen, allerdings gehen die Schätzungen stark auseinander, da Twitter selbst hierzu eine etwas verzerrte Statistik liefert. Betrachtet man die Altersstruktur, so ist zu erkennen, dass die unter 30-jährigen die Mehrheit bilden. Der Mikroblogging-Dienst ist in erster Linie für kurze Nachrichten und Bilder geeignet, aufgrund der verhältnismäßig geringen Nutzerbasis aber nicht gleichermaßen relevant wie die bisher genannten Sozialen Netzwerke.

YouTube als starkes Videomedium

Eine Marketingstrategie, welche auf YouTube ausgerichtet ist, kann auf ein altersmäßig breites Publikum zurückgreifen. Quer durch alle Altersgruppen wird dieses Medium genutzt. Selbst von der Generation 60+ nutzen noch 68% die Plattform. Mit sinkendem Alter nimmt die Nutzerzahl dann stetig zu. Vorzugsweise sollte eine Kampagne natürlich auf die speziellen Altersgruppen zugeschnitten sein. Grundsätzlich ist YouTube damit aber ein Medium, welches eine breite Masse anspricht und relativ losgelöst von Bildungsabschlüssen oder finanziellem Einkommen betrachtet werden kann.

Aufgrund der Form der Visualisierung bietet sich aber besonders der Kontakt zum Konsumenten an. B2B-Kontakte wie auf XING oder LinkedIn sind hier eher weniger zu realisieren. Allerdings sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Ein Baumarkt kann hier neben klassischen Werbespots indirekte Werbung durch einen Vlog mit Handwerkertipps unter dem Label der „Dauerwerbesendung“ veröffentlichen. Dem Kunden entsteht dadurch einerseits ein Mehrwert an Information und andererseits wird dem Zuschauer das eigene Produktportfolio im Rahmen von Links unterhalb des Videos zum Kauf angeboten.

Fazit:

Sie sollten sich unbedingt Gedanken über Ihre Social Media Zielgruppen machen, bevor Sie Inhalte veröffentlichen. Erreichen Sie in dem entsprechenden Medium die richtigen Personen? Wie wollen Sie diese optimal ansprechen? Legen Sie sich ein konzept zurecht und besprechen Sie dies mit aussenstehenden Personen und finden Sie heraus, ob dieses bei ihnen „zieht“. Oftmals hilft ein Blick von aussen, wenn man selbst nicht merkt, dass man bereits den Tunnelblick hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige hilfreiche Informationen geben. Wenn dem so ist, freue ich mich, wenn Sie meinen Artikel mit Ihren Freunden und Kollegen teilen. Melden Sie sich gerne zu meinem Newsletter an, um neue Inhalte informiert zu werden.

 

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