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Foto: FirmBee / CC0

Immer wieder sehe ich Werbung im TV, die das unglaubliche verspricht: Eine Webseite erstellen in 5 Minuten. Ich möchte in diesem Beitrag einmal auf meine Erfahrungen diesbezüglich eingehen und aufzeigen, worin der Unterschied zwischen einer 5-Minuten Webseite und einer professionell erstellten besteht.

Webseite erstellen in 5 Minuten

Das hört sich schon wirklich super und zeitsparend an, denn

Zeit ist Geld…

Wir wissen alle, dass Zeit relativ ist – relativ teuer. Deshalb versuchen wir, wo es nur geht, Zeit zu sparen und damit auch Geld. Das liegt sicherlich in der Natur des Menschen, von daher kann man gegen diesen Grundgedanken nichts sagen.

Auf der anderen Seite höre ich tief in meinem Inneren noch immer den Satz:

„Was nichts kostet, ist auch nichts“.

Auch eine Wahrheit. Es ist normal, dass wir uns gerne beschenken lassen. Das zeigt uns, dass wir jemandem wichtig sind. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Warum wird ein Service wie die kostenlose Homepage-Erstellung angeboten? Richtig – aus Werbezwecken. Und die Werbung (i.d.R. Eigenwerbung) kann nur durch eine bezahlte Premium-Version des Services entfernen.

Außenwirkung von Werbung auf der eigenen Homepage

Ich frage nun einmal ganz direkt, wie es meine Art ist: Wirkt ein Banner „Erstellt mit dem Pfefferminzia-Baukasten“ auf den Besucher einer Webseite professionell? Wirkt es, als hätten Sie richtig Geld in die Hand genommen, um dem potentiellen Kunden einen großartigen Service bieten zu können?

Was bei der Website-Erstellung zu beachten ist

Sicherlich läßt sich mit den kostenlosen Services von Wix, Jimdo etc. eine nette Webseite bauen. Einige Punkte sind jedoch meiner Meinung nach nicht in der Kürze dieser Zeit zu realisieren:

Rechtliches

Spätestens, seit im Mai 2018 die DSGVO (GDPR) in aller Munde kam, wurde deutlich, wie wichtig die Rechtssicherheit der eigenen Webseite ist. Jede Webseite muss eine sicher Verbindung vorweisen können (SSL). Außerdem sind ein korrektes Impressum sowie eine Datenschutzerklärung zwingend notwendig. Über einige der wichtigsten Vorgaben der DSGVO habe ich in einem vorherigen Blogbeitrag informiert (wobei dieser keine rechtliche Beratung darstellt).

Bildbearbeitung

Es ist wichtig, dass Sie ansprechendes Bildmaterial verwenden. Ihre Webseite sollte für den Besucher ansprechend sein und ein Bild sagt mehr alt tausend Worte. Zu beachten ist hierbei natürlich auch, dass es auch bei der Nutzung von Bildern oder Grafiken rechtliche Aspekte zu beachten gibt. Nicht jedes Foto, das im Internet zu finden ist, darf auch für die eigene Webseite genutzt werden. Dies gilt sowohl für kostenlose Bilder auf Plattformen wie pixabay, als auch für die bereits auf den Templates des Anbieters bereitgestellen Bilder. Ein Webdesigner wird für Sie nicht das erstbeste Bild auswählen. Es soll ja schließlich auch zu Ihrem Business passen, eine entsprechende Qualität zeigen und in das Gesamtkonzept Ihrer Webseite passen. Allein die entsprechende Auswahl mit der nachfolgenden Web-Optimierung nimmt Zeit in Anspruch.

Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

Damit Ihre Webseite erfolgreich ist, muss sie auch gefunden werden. Wie stellt man das am besten an? Mit der Optimierung für Google & Co. Es gibt hier vieles, was Sie beachten sollten. Wie gehen Sie mit Keywords um? Was ist eine Site-Map? Was mag Google und was nicht? Wie kann die Geschwindigkeit der Webseite optimiert werden? Wie wird die Webseite optimal auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets angezeigt?

Meine persönlichen Erfahrungen

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass ich angesprochen und um Hilfe gebeten werde. Um Geld zu sparen, haben Bekannte sich kostenlose Webseiten „gebastelt“ und wollten nun meine Meinung dazu hören. Da ich immer gerne helfe, sah ich mir natürlich die erstellen Homepages vollkommen objektiv an und muss sagen, dass ich oft doch recht erschrocken geschaut haben muss.

Hier eine kleine Liste der Punkte, die mir am häufigsten ins Auge sprangen:

  • Fehlende Rechtstexte
  • Bilder in minimalster Qualität
  • Beispieltexte
  • Fehlende Bildnachweise
  • Kontaktformulare, die nicht der DSGVO entsprechen und teilweise aufgrund von Hintergrundgrafiken nicht zu erkennen sind
  • Fehlende Cookie-Hinweise
  • Fehlende Information zu Analyse-und Tracking-Tools

Mein Fazit

Natürlich verstehe ich jeden, der Geld sparen möchte. Es gibt aber Situationen, in denen man sich klar die Frage stellen muss: Lieber Geld sparen oder in Professionalität investieren? Mit einem Dienstleister bzw. einer Web-Agentur haben Sie einen Fachmann an Ihrer Seite, der sich intensiv mit geltendem Recht und den aktuellen Trends hinsichtlich Webdesign und Social Media auseinander setzt.

 

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